Die Kölner Parkweiher
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Die Kölner Parkweiher

Spaziergang rund um die Groov

50 min

Informationsstele am Yachthafen

Wir starten unseren Spaziergang am Yachthafen am nördlichen Ende der Unteren Groov.

In dem vom Hauptstrom getrennten Rheinarm lag bereits im 19. Jahrhundert ein natürlicher Hafen, in dem zwei Kräne in Betrieb waren. Zu dieser Zeit war er ein wichtiger Umschlagplatz für den Warentransport auf dem Rhein. Der Hafen versandete jedoch zunehmend – insbesondere, nachdem das Kölner Stapelrecht 1831 abgeschafft worden war und der Hafen immer weniger genutzt wurde.

Zwischen 1974 und 1978 wurde der heutige Yachthafen im Rahmen einer landschaftsarchitektonischen Maßnahme angelegt, die der gesamten Groov ihr heutiges Aussehen verlieh. Der Hafen  ist heute  ein moderner Liegeplatz für Segelboote und Motoryachten unterschiedlicher Größe und wird von Anwohner*innen und Tourist*innen gleichermaßen genutzt. Auch die ansässigen Wassersportvereine nutzen den Hafen als Ausgangspunkt für ihre Touren.

Wir nehmen den Weg Richtung Rhein und gehen dann flussaufwärts zur Anlegestelle der Fähre Weiß-Zündorf.

Fähre Weiß-Zündorf

Krokodile gibt es nicht nur im Kölner Zoo, sondern auch zwei davon auf dem Rhein. Sie heißen „Krokodil“ und „Krokolino“ und sind aus Metall gefertigt. Sie haben je eine Antriebsschraube und befördern schon seit vielen Jahren Passagiere zwischen Köln-Weiß und Zündorf über den Fluss. Von März bis Oktober fahren sie täglich von 10 bis 19 Uhr (oder bis Sonnenuntergang).

Das „Krokodil“, der kleinere der beiden Flusstransporter, fasst 18 Personen, inklusive Fahrräder. Wenn das vor allem an Wochenenden zu knapp wird übernimmt „Krokolino“, der bis zu 40 Passagiere befördern kann. Die Touren führen in einem Nordbogen auf die jeweils andere Rheinseite und dauern knapp zehn Minuten.

Warum es an der Groov so schön ist, kann man an unserer nächsten Station erleben: dem Rheinstrand.

Rheinstrand

Die Kölsche Riviera liegt offiziell auf der anderen Rheinseite ein paar Kilometer flussaufwärts. Aber „Riviera“ kann man hier in Zündorf allemal! Der ehemalige Rheinarm, die heutige Groov, bildet auf der Rheinseite eine weitläufige Auenlandschaft, die von alten Bäumen und sandigen Buchten geprägt ist. Und da die Sonne auf der anderen Rheinseite untergeht, lassen sich hier auch ganz hervorragend lange Sommerabende verbringen.

Gut ausgeruht nehmen wir den langen Weg und umrunden die Obere Groov im Süden. Unser Ziel ist der Fitnessparcous auf der dem Fluss abgewandten Seite des Gewässers, direkt neben dem Basketballplatz.

Fitnessparcours

Der Bewegungsparcours wurde auf Initiative des Vereins Groov-Paten e.V. errichtet und bietet verschiedene Fitnessgeräte, mit denen sich Koordination, Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit trainieren lassen.

Einige Meter weiter wird es auf dem Spielplatz mit großem Spielschiff abenteuerlich.

Spielschiff

Auf beiden Seiten des Weges befindet sich ein großer Spielplatz. Auf dem Spielschiff inmitten der Sandfläche finden Kinder alles, was das Spielherz begehrt. Tischtennisplatten laden zu Ping-Pong oder Rundlauf ein, eine Seilbahn und eine Kletterwand runden das Angebot ab.

Vom Spielplatz sind es nur ein paar Meter bis zur Minigolf-Anlage.

Internationale Minigolf-Anlage

„Wer die 18 Bahnen unter 36 Schlägen schafft, sollte Profi werden. Wer zwischen 80 und 90 Schläge braucht, sollte noch einmal nachrechnen“ steht auf der Tafel am Eingang. Seit über 30 Jahren können sich Minigolf-Begeisterte hier austoben. Auf der sehr gepflegten Anlage werden sogar Meisterschaftsspiele ausgetragen. An bestimmten Abenden wird außerdem Nachtgolf angeboten.

Bei schönem Wetter ist die Anlage täglich ab 10 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet. Wer zwischendurch eine Stärkung braucht, kann sich am Kiosk etwas zu trinken oder ein Eis kaufen.

Der Markplatz Zündorf, unsere nächste Station, ist nicht mehr weit entfernt.

 

Marktplatz Zündorf

Hier auf dem Marktplatz lässt sich nachvollziehen warum die Zündorfer behaupten, sie würden dort „wohnen, wo andere Urlaub machen“. Bei gutem Wetter ist es am Wochenende schwer, einen Platz auf den Terrassen der zahlreichen Gaststätten zu finden. Der Name Marktplatz ist allerdings etwas irreführend, denn hier findet kein Wochenmarkt statt. Die Fläche wird vielmehr für zahlreiche, über das Jahr verteilte Feste genutzt, wie zum Beispiel das Porzer Inselfest.

Auf dem Platz stehen zwei Denkmale: Ein Kriegermahnmal aus dem Jahr 1932 und das Nepomuk-Standbild aus dem Jahr 1775. Nepomuk ist der Schutzpatron, der unter anderem vor dem Hochwasser schützen soll. Ortsansässige Schiffer haben sein Denkmal gestiftet und seitdem schaut Nepomuk wachsam Richtung Rhein.  

In den vergangenen Jahren ist es nicht nur einmal vorgekommen, dass das Wasser hier eine Höhe von 8,70 m überschritten hat und dann dem Heiligen somit regelrecht um die Füße spülte. Daher verlässt man sich heute nicht mehr allein auf die Kraft des Patrons. Deutlich effektiver sind die mobilen Schutzwände, die die Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB Köln) hier und anderswo entlang des Rheins in Köln installiert haben.

Trockenen Fußes geht es weiter zur Zündorfer Klosterkapelle. Dazu nehmen wir vom Markt aus die Enggasse und biegen nach ein paar Metern links in die Gütergasse.

Zündorfer Klosterkapelle (mit Kulturverein)

Das 1785 erbaute Wohnhaus der wohlhabenden Zündorfer Kaufmannsfamilie Peletier wurde 1864 vom Orden der Cellitinnen übernommen und in das Kloster zum heiligen Josef umgewandelt. Die Josephskapelle wurde als schlichte, einschiffige Saalkirche mit einem Polygon-Chor im neugotischen Stil aus Backsteinmauerwerk errichtet. 1974 endete die liturgische Nutzung der Kapelle und der Klosterkomplex ging an die Stadt Porz über.

1985 wurde der „Kulturverein Zündorfer Klosterkapelle“ gegründet. Ziel des Vereins ist es, die Kapelle zu erhalten und sinnvoll zu nutzen. Seit dieser Zeit finden hier regelmäßig kulturelle Veranstaltungen statt.

Hinter der Kapelle biegen wir links in die Gütergasse ein und folgen dem Weg unter dem Haus Gütergasse 18 hindurch, in dem sich die Brauerei Immendorf befand.

Brauerei Immendorf

Der in Langel geborene Jacob Immendorf erwarb 1847 ein stattliches Gebäude Ecke Gütergasse und Leinpfad, das ursprünglich von der Kaufmannsfamilie Boullé gebaut worden war. Aus dem Haus Boullé wurde nun die Villa Immendorf. Hier, gegenüber der Klosterkapelle, gründete Immendorf auch seine Brauerei. 1866 entstand  vis-à-vis ein Bier- und Eiskeller.

1913 trat der Enkel des Gründers in das Unternehmen ein. Er hatte bereits 1911 die Brauertochter Netty Früh geheiratet und beide begründeten so eine Brau-Union aus der später die Cölner Hofbräu Früh hervorging.

Zur Villa Immendorf gehörte ein Garten direkt an der Groov. Darin stand bis August 2025 noch das Historisches Teehaus, das jedoch wegen notwendiger Sanierungsarbeiten abgerissen werden musste, aber wieder aufgebaut werden soll.

Wir gehen weiter zum Zündorfer Wehrturm, unserer nächsten Station.

Museum Zündorfer Wehrturm

Die genaue Entstehungszeit des Zündorfer Wehrturms ist nicht gesichert, er wurde  aber wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet. Urkundlich erwähnt wurde der Turm erstmals 1380. Das auffällige, 20 Meter hohe, quadratische Gebäude in Niederzündorf ist sehr markant und hat eine trutzige Wirkung. 

Nach einem Brand wurde der Zündorfer Wehrturm 1864 als Lagerraum wieder aufgebaut.  Zwischen 1975 und 1980 wurde er nach Plänen des Kölner Architekten Gottfried Böhm umgebaut. Seit der Eingemeindung gehört der Turm zum Kölnischen Stadtmuseum. Im Juni 1980 eröffnete in dem Turm ein Museum, das vielfältige Wechselausstellungen zeigt.

Wenn wir dem Weg in Richtung Yachthafen folgen, erreichen wir den Ausgangspunkt unseres Spaziergangs. Tierliebhaber*innen können noch einen Abstecher zu Rolfs Streichelzoo machen, der etwa 650 Meter von hier entfernt liegt.

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Restaurants an der Groov

Groov Terrasse

Am Markt 4

51143 Köln

Telefon: 02203 85544

Öffnungszeiten und Angebot: groov-terrasse.de

Landhaus Zündorf Schäfer

Marktstraße 27

51143 Köln (Porz-Zündorf)

Telefon: 02203 81203

Öffnungszeiten und Angebot: landhaus-zuendorf.de

Wein und Brot im Nepomuk

Marktstraße 22

51143 Köln

Telefon: 0173 9386391

Öffnungszeiten und Angebot: wein-brot.de

Bacchus

Kirchstraße 2

51143 Köln

Telefon: 02203 8067257

Öffnungszeiten und Angebot: facebook.com/GastronomieBacchus/

Rheinfähre an der Groov

Krokodil (Personenfähre)

März bis Oktober

Telefon: 02236 68334

Fahrplan und Preise: faehre-koelnkrokodil.de

 

Empfehlung

Nehmen Sie von der Kölner Altstadt aus das Rad und fahren Sie in ca. 45 Minuten am linken Rheinufer bis Köln-Weiß. Von dort können Sie mit der urigen kleinen Fähre zur Groov übersetzen, um nach einer Pause rund um den Zündorfer Marktplatz auf der anderen Rheinseite wieder zurück nach Köln zu radeln.